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Antigua

Die Stadt Antigua befindet sich im Zentrum der Insel und ist zugleich Verwaltungsort der gleichnamigen Landesgemeinde. Die Besiedlung Antiguas begann unmittelbar nach der Eroberung, wobei die Gemeinde schon im 18. Jahrhundert ein wichtiges Gehöft war. Im Jahre 1785 wurde Antigua eine, von Betancuria unabhängige Gemeinde und im Jahr 1808, Sitz des untergeordneten Regierungsrats. Von diesem Moment an ist es das Ziel Antiguas gegenüber der Opposition von Betancuria, Inselhauptstadt zu werden.

Sehenswürdigkeiten

Ingelsia Nuestra Senora de Antigua

Die Inglesia Nuestra Senora de Antigua befindet sich auf dem Dorfplatz, welcher mit Palmen und ein paar Bäumen schattig und schön anzusehen ist. Die Kirche ist der Jungfrau von Antigua geweiht und wurde vom 16. bis hin zum 18. Jahrhundert immer weiter ausgebaut. Die Decke der Kirche und der bunt bemalte Altar mit Heiligenskulpturen sind wirklich sehenswert.

Museo del Queso Majorero

Das berühmte Käsemuseum ist nicht nur etwas für Käseliebhaber, denn auch die geologische Entstehung der Insel wird hier festgehalten. Und auch die Gartenanlage mit Plamen und Kakteen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Unter den Einheimischen ist das Museum eher als Molino de Antigua bekannt, da es als Wahrzeichen dieser Gemeinde gilt.

Kunsthandwerk

Am Ortsausgang ist ein großes Kunstwerk zu finden, es zeigt zwei große eiserne Hände. Sie stehen für den jährlich stattfindenden Kunsthandwerksmarkt in Antigua. Dort stellen Künstler der ganzen Insel ihre Stücke vor.

Warum diese Gemeinde so wichtig ist

Die Gemeinde Antigua verfügt auch heute noch über gute Anbauflächen, sodass, die Nachfrage der anderen Inseln nach Getreide nicht nachlässt. Das Dorf Antigua wurde schnell zu einem der wichtigsten Dörfer des Landstriches. Dazu trug auch noch bei, dass es auf Grund seiner zentralen geografischen Lage ein unumgänglicher Durchzugsort für den Personen- und Warenverkehr, zwischen Villa de Betancuria und den Punkten oder Anlegestellen Caleta de Fuste und Pozo Negro, war. Diese befinden sich an der Ostküste und waren die Hauptein- und Ausfuhrorte der Insel.

Die architektonische Geschichte

Die Wohnarchitektur ist in zwei verschiedene Stilrichtungen unterteilt: einfache Wohnungen, für die niedrigen Gesellschaftsschichten, die sich dadurch kennzeichnen, dass sie aus einem einzigen Stockwerk oder höchstens einem kleinen Überbau bestehen. Die Wänden aus unverputztem Stein oder verputzten und geweißten Wänden mit wenigen Öffnungen, Lehmdächern und einem L- oder U-förmigen Grundriss bestehen. Herrenhäuser für die wohlhabenden Gesellschaftsschichten mit einer größeren Anzahl an Räumen, rechteckigem Grundriss, einem oder zwei Stockwerken, Ziegeldächern, Balkonen und Mauerwerk aus Quadersteinen. Antigua verfügt auch über ein wundervolles Beispiel der Militärarchitektur, die Burg in Caleta de Fuste, die zusammen mit der von Tostón im 18. Jahrhundert zur Verteidigung der Insel erbaut wurde.