Menü

Fauna Fuerteventuras

Auf Fuerteventura lebt die größte Anzahl an Vögeln der Kanarischen Inseln. Es gibt eine große Anzahl an Nistvögeln. Die unberührten Küsten von Fuerteventura dienen zum Rasten für diese Vogelarten, deren Zusammensetzung je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich sein kann.In den sandigen und erdigen Niederungen sind die am häufigsten anzutreffenden Vögel u.a. Großtrappen, Turmfalken, Rennvögel und Wiedehopfe. Die Bergrücken zwischen La Oliva und Lajares sind ihre Hauptbrutplätze. Sie ernähren sich von Käfern, Dornlattichblüten, Gräsern, usw. Wahrscheinlich sind sie eine der auf dem Archipel am meisten vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Deswegen wurde ein Plan zur Erholung des Bestands auf Lanzarote und Fuerteventura in die Wege geleitet.

Säugetiere

Unter den Säugetieren, findet man Igel, Fledermäuse, Kaninchen, Atlashörnchen, etc.. Atlashörnchen wurden erst vor Kurzem von Afrika nach Fuerteventura eingeführt und haben der Landwirtschaft der Insel erhebliche Schäden zugefügt. Bei den Haustieren sind es Bardinos, eine einheimische Hunderasse, Fuerteventura-Ziegen, Schafe, Schweine, Pferde, Dromedare, Esel, Katzen, usw. Die Tier- und Pflanzenarten der Insel verteilen sich auf Gebiete von ökologischem Interesse, in denen sie unter Naturschutz stehen.

Fuerteventuras Ziegen

Auf Fuerteventura gibt es circa 50.000 Ziegen. Die Ziege ist das Ergebnis der Anpassungsfähigkeit an die Klimabedingungen, der Trockenheit des Gebietes und der geduldigen Pflege über Generationen von Ziegenhirten, was zur Zucht von sehr widerstandsfähigen Tieren beigetragen hat. Jahrhundertelang war die Ziege die Hauptnahrungsquelle der Insel. So haben schon die ersten Besucher bei ihren Expeditionen entlang der Atlantikküste Fuerteventura als die Insel der Ziegen bezeichnet. Seit damals haben Generationen von Majoreros weiter Ziegen gehütet und so den Fortbestand dieser Wirtschaft, die zu einer Milchindustrie erster Klasse geführt hat, gesichert. Dank der Familientraditionen beim Betreiben der kleinen Käsereien, die auf der gesamten Insel verstreut sind, ist der produzierte Käse sehr beliebt auf allen Kontinenten. Die Fuerteventura-Ziege verfügt über die wichtigsten internationalen Qualitätssiegel, die ihre Qualität und Pflege gewährleisten. Es wurde sogar eine interessante wissenschaftliche Studie über die gesellschaftliche Bedeutung und die Techniken bei der Pflege, Wahl und Identifizierung der einzelnen Exemplare nach Farbe und Form veröffentlicht.

Kamel

Die Kamele sind bis heute ein Bestandteil Fuerteventuras. Ihre Anpassungsfähigkeit an das trockene Klima der Insel, ihre Widerstandsfähigkeit und Ausdauer bei der Arbeit sind sehr geschätzte Eigenschaften, sowohl in der Landwirtschaft wie auch für den Transport, etc.. Heute werden diese vom afrikanischen Nachbarkontinent stammenden Tiere auch bei der Planung von Touristenausflügen eingesetzt. Außerdem wird an der Entwicklung von Projekten zur Erzeugung von Kamelmilch gearbeitet, um so ihren Erhalt in der Zukunft zu sichern.

Esel

Das waren noch Zeiten, als der Esel für den Landwirten und Viehzüchter eine wichtige Hilfskraft bei der Arbeit war. Diese Tiere waren unermüdlich und dazu fähig, den ganzen Tag zu arbeiten. Sie waren die rechte Hand des Bauern, treue und zuverlässige Begleiter, die bei den härtesten und undankbarsten Dingen halfen. Esel waren enorm wichtig in den ländlichen Gegenden, weil sie für die Feldarbeit herangezogen wurden (pflügen, dreschen, ebnen, am Schöpfrad), aber auch als Transportmittel (Ritte zwischen den Fincas und den Dörfern) und als Lasttiere (Ernten, Materialien). Die Mechanisierung der Felder und die Entwicklung des Straßennetzes haben zur fortschreitenden Reduktion des Bestandes beigetragen.

Meeresfauna

Die Meeresfauna kann 390 Fischarten, die sich in 117 Familien gruppieren, aufweisen. Aufgrund der Meeresströmungen der Kanarischen Inseln gibt es Anomalien in Bezug auf den Salzgehalt und die Temperatur, was sich auf das Leben im Meer auswirkt und ein Aufkommen von Fischen aus verschiedenen Regionen möglich macht.

Sägebarsch

(Serranus atricauda)  Lebensraum: felsige, sandige Meeresgründe mit Vegetation. Seine Größe liegt etwas zwischen 25-43cm. Er ist an seinen großen braunen senkrechten Streifen, einem meist weißen Längsstreifen und der grün-blauen Färbung seines Kopfes zu erkennen.

Neon-Riffbarsch

(Abudefduf luridus) Lebensraum: felsige Riffe mit sandigem Boden in von Seeigeln bewohnten Gebieten und Algenwiesen. Diese Fische erreichen eine Größe zwischen 8 und 10 cm und leben in Schwärmen. Die jungen Fische sind schwarz mit gut sichtbaren hellblauen, leuchtenden Linien.

Zackenbarsch

(Epinephelus marginatus) Lebensraum: felsige Meeresgründe. Zu dieser Familie gehören kleine und sehr große Fische. Die Kleinsten sind in etwa 2-3cm lang, die Großen jedoch bis zu 2,7m. Die meisten bewegen sich jedoch zwischen 20 und 75cm. Der Zackenbarsch ist ein Einzelgänger, der ruhig in der Nähe einer Felsspalte schwimmt, um dort bei Gefahr Unterschlupf zu finden. Bei der Geburt, sind alle Fische Weibchen. Nach 10-11 Tagen sind sie ausgewachsen, verwandeln sich dann gegebenfalls in Männchen und können 45-50 Jahre alt werden.

Vogelarten

In den Schluchten kann man Stummellerchen, Kanarenschmätzer, Blaumeisen, Weidensperlinge, etc. beobachten. In den Bergen leben verschiedene Nistvögel wie Schmutzgeier, Mäusebussarde, Fischadler (an der Steilküste), Schleiereulen, etc.. Die zahlreichen Höhlen in Malpaís de la Arena und die Insel Los Lobos sind ideale Nistplätze für Gelbschnabelsturmtaucher. Dieser Seevogel kann nur während seiner Nistzeit von April bis September beobachtet werden.

Wiedehopf

Der Wiedehopf (Upupa epops) ist ein Zugvogel, der in den wärmeren und tropischen Gebieten Europas, Asiens und Nordafrikas zu Hause ist. Der Vogel wird circa 30cm groß und bis zu 10 Jahre alt. Er ist ein Insektenfresser mit einem rostbraunen Federkleid, schwarz-weiß gebänderten Flügeln und einer Federhaube auf dem Kopf. Er hat einen eigentümlichen und starken Geruch. Wiedehopfe stochern normalerweise im Dung herum und ernähren sich von Insekten und Larven. Er ist der natürliche Feind des Pinienprozessionsspinners. Sowohl der Vogel wie auch sein Nest sind normalerweise so schmutzig, dass man sie an ihrem Gestank sofort lokalisieren kann. Wenn sich das Weibchen bedroht fühlt, scheidet es eine übelriechende Flüssigkeit aus, die sich in ihrer Talgdrüse bildet. Weibchen sind in der Regeln größer und schwerer als ihre männlichen Kollegen.

Turmfalke

Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein Tagraubvogel, wobei leicht zu erkennen ist, dass er der Familie der Falconidae angehört. Er ist rund 35cm groß und sein bevorzugter Lebensraum sind offene Felder und das Gebüsch.  Wenn er jagt, bleibt er beim Flug in einer Höhe zwischen 10 und 20 m fast unbeweglich über dem Gebiet und wartet auf Beute (das nennt man flattern). Wenn die Beute erscheint, stürzt er direkt auf sie zu. Hauptsächlich handelt es sich um Nagetiere, Käfer, Heuschrecken, kleine Eidechsen, große Insekten, Würmer und Frösche.

Großtrappe

Die Großtrappe (Otis tarda) aus der Familie der Otididae ist das einzige Mitglied dieser Familie, das ihr den Namen gibt. Sie verteilt sich zur Fortpflanzung auf Europa (Iberische Halbinsel und Mittel- und Osteuropa). Ihre genaue Lebenserwartung in Freiheit ist nicht bekannt, liegt vermutlich aber über 20 Jahren. Diese Art bewegt sich majestätisch und neigt dazu zu laufen anstatt zu fliegen, wenn sie gestört wird. Sie ist das ganze Jahr über in Schwärmen unterwegs, besonders im Winter. Auch sie ernähren sich meist von Würmern, Insekten, Mäusen und Gräsern.