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Betancuria

Die Gemeinde Betancuria wurde von dem normannischen Eroberer Juan de Bethencourt, 1404, gegründet. Sie wurde extra in Mitten der Berge erbaut um sich vor Piratenangriffen zu schützen. Sie gilt als die älteste Siedlung Fuerteventuras. Seit 1979 steht der Ort unter Denkmalschutz.

Das sollte man sich anschauen

Inglesia de Santa Maria

Bis zum 18. Jahrhundert war die Santa Maria bis auf ein paar kleine Wallfahrtskapellen die einzige Kirche der Insel. Die Kathedralkirche wurde ursprünglich im gotisch-normannischen Stil erbaut und im Jahr 1593 von Piraten, die praktisch den gesamten Ort dem Erdboden gleich machten, zerstört. Im 17. Jahrhundert wurden Betancuria und seine Kirche, wieder aufgebaut. In der Kirche befindet sich das älteste Kunstwerk auf der Insel. Eine holzgeschnitzte Figur, welche Santa Catalina zeigt. Zudem ist die bemalte und aufwendig geschnitzte Holzdecke etwas ganz besonderes.

Casa Santa Maria und Museo Arqueologico

Der historische Charakter der Ortschaft war ausschlaggebend bei der Wahl des Standortes des Museums für religiöse Kunst und des archäologischen und ethnografischen Museums. Das Museum Casa Santa Maria liegt direkt gegenüber der gleichnamigen Kirche. Mit Hilfe von einer 3D-show, anderen Installationen und zum Beispiel alten Werkzeugen wird die Geschichte und Kultur der Ureinwohner vermittelt. Die Informationstexte sind in die deutsche Sprache übersetzt worden.

Convento de san Buenaventura

Am nördlichen Ortseingang steht die alte Ruine eines Fransikanerklosters. Es wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert erbaut, aber 1836 wegen der Säkularisierung der spanischen Klöster nicht mehr als solches genutzt.

Die Geschichte Betancurias

Nachdem die Europäer im 15. Jahrhundert Fuerteventura eroberten, wurde Betancuria zur Inselhauptstadt. Weiter entwickelte es sich zum religiösen Zentrum, nicht nur Fuerteventuras sondern aller Kanarischen Inseln. Betancuria war der Sitz der Inselregierung, der Pfarrgemeinde der Insel, Niederlassung der Territorialherren und militärischen, zivilen und religiösen Machthabern.
Beginn des 18. Jahrhunderts kommt es mit der Verlegung der Militärregierung nach La Oliva zu den ersten Rissen in der monolithischen Machtstellung Betancurias. Was die religiöse Ordnung betrifft, so war Betancuria ab dem 18. Jahrhundert auch nicht mehr die einzige Kirchengemeinde.
Die Vormachtstellung Betancurias auf der Insel blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten, dann verlor sie im Zuge der sozialwirtschaftlichen, verwaltungsbezogenen und religiösen Veränderungen des Alten Reiches und der wirtschaftlichen Entwicklung des östlichen Teils der Insel immer mehr an Macht. Diese Veränderungen verstärkten die örtlichen Spannungen und führten zur Schwächung Betancurias zu Gunsten anderer Siedlungskerne wie Pájara, La Oliva, Antigua und Puerto de Cabras.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann, sich eine neue Inselhauptstadt abzuzeichnen: Puerto de Rosario.